Tag21 Skonnerten Meta

Die Skonnerten Meta (Titelbild) ist ein schöner kleinen und alter Schoner Dänemarks. Jedes Jahr von der dänischen Schifffahrtsbehörde inspiziert und mit einem neuen Motor und neuen Segeln ausgestattet, schippert sie Touristen durch die dänischen Inseln.

Die Meta wurde 1884 in Assens gebaut. Im Jahr 1916 sank das Schiff vor Samsø, wurde aber glücklicherweise geborgen und fährt seitdem als Frachtschiff und Steinfischer. Vor den Inseln wurden Steine „gefischt“. Zum einen wurde damit der flache Grund bereinigt für die Schifffahrt. Zum anderen wurden die Steine für Kaianlagen in und an den Häfen verwendet. Zu seiner Zeit passierte das übrigens alles nur mit Muskelkraft: Tauchen, Anbinden, Hochziehen, Einlagern in den Bauch des Schiffes.

Im Jahr 1999 wurde das Schiff vollständig renoviert und erhielt sein ursprüngliches Aussehen zurück. Heute liegt es in Rudkøbing, wo es durch die Schären fährt. 500 Arbeitsstunden werden mind. jährlich in den Erhalt gesteckt und 50.000€ an Gebühren und Versicherungen. 

Gestern nun waren wir auf der Meta Gast und haben zusammen mit dem dänischen Skipper das Auftaktspiel zur EM angesehen, sogar im ZDF. Der Skipper konnte perfekt deutsch. Ich habe mal zwei „tysk“ Krombacher mitgenommen. 😃 🍺 

Rudkøbing ist wirklich hübsch. Bei bestem Wetter haben wir den Gaardhaven gefunden. Für dänische Verhältnisse steppte da da Bär: Weinbar,  Restaurant (Tapas) und Garten, ein Gartenhafen, eine gemütliche Gastronomie, die man hier eher selten findet.

 

Absacker nach schönem Segeltag im Gaardhaven mit Bier von hier…


Das Spiel beginnt gleich, ab unter Deck

Es steht 3:0, wir wechseln das Schiff und bedanken uns beim Skipper. 🙏

Nach Sommer gestern, heute nun ein fettes Regengebiet, das gerade auch über Deutschland fegt. Wenn das vorbei ist, schippern wir rüber nach Marstal. 




Wetter: viel Regen,

Sonne: kommt am späten Nachmittag raus

Segeln: Landgang 

Tag20 Rudkøbing

Rudkøbing, Langelands größte Stadt, ist eine ge­mütliche alte Handelsstadt mit Hinterhöfen, kleinen Stadthäuschen und verwinkelten, gepflas­terten Strassen.

Rudkøbing ist auch die Geburtsstadt von dem Wissenschaftler H.C. Ørsted, der 1820 den Elektromagnetismus entdeckt hat, also den Zusammenhang von Elektrizität und Magnetismus. Für ihn wurde bereits 1920 eine Statue auf dem Gänsemarkt aufgestellt.

Heute mal richtiges Sommerwetter, und strong Wind. An die 20 Knoten, das sind schon 5 Windstärken. Mit mal wieder gerefften  Segeln sind wir nach Rudkøbing geheizt. 😎 Wir liegen im alten Handelshafen vor dem über 100 Jahre alten Packhaus, das früher zum Ein-Auslagern  der Waren diente, schönes und sehr gepflegtes Holzfachwerk.

Rudkebing Hafen: Wegen des Aufschwungs im Seehandel und der Schifffahrt wurde 1821-26 das erste Hafenbecken, „Gammel Havn“, angelegt. Um 1850 war Rudkebing Zentrum des Getreide-Exports; Speicher wurden errichtet und man erweiterte den Hafen um ein großes Becken nördlich der Schiffbrücke. Das hohe Silo spielte auch eine zentrale Rolle in Susanne Biers Film „Hævnen“ (In einer besseren Welt“, Oscar 2011).

Heute EM Start. Wir gehen gleich mal ⚽️ Fußball schauen 👀 .

 

Ihr könnt uns verfolgen hier unter folgendem Link  in unserem LiveLogbuch.

 


Wetter: perfekt,

Sonne: pur

Segeln: super bei  5 Windstärken

Tag19 noch Lundeborg

Wir wollten heute noch in Lundeborg bleiben. Grund: ein Jazzkonzert in der kleinen Dorfkirche.  4 Musiker celebrierten hier eine Stunde schönen Jazz. Die Dame, die gestern noch im dorfeigenen Kaufmannsladen an der Kasse stand, begrüßte heute die Gäste und Musiker. Das Konzert war kostenfrei und ein Glas Sekt gab es zum Willkommen. Spenden wurden nicht gesammelt.  Hier organisiert sich offensichtlich die Dorfgemeinschaft und schafft sich selbst Höhepunkte. Wir glauben, wir waren die einzigen Nicht-Dänen heute Abend. Die Kirche typisch dänisch, schlicht und auch klein. Rappelvoll mit ca. 120 Gästen.

Die Lage einfach faszinierend, man kommt aus der Kirche und schaut direkt aufs Wasser, hier mit Regenbogen gestern Abend.




Ach ja, Segeln war wir trotzdem, 2h vor Lundeborg.
Morgen geht’s weiter nach Rudkøbing.


Wetter: durchwachsen, Wolken, Regen

Sonne: nö

Segeln: gut, 2h, 💨 Böen

 

Tag18 Lundeborg

Bis zur großen Beltbrücke sind wir gekommen, jetzt geht es wieder zurück gen Süden. Die nächsten Tage wird viel Südwind erwartet und wenn man weit im Norden ist, dann wirds halt aufwendig gegen den Wind. Also südwärts. Halt machen wir in Lundeborg. Das wird ein Lieblingshafen. Gemütlich, Hafenkino von der lokalen Segelacademy, Strand, Kiosk, Kaufmannsladen. Alles da. Und heute mal Topp-Segelwetter mit gerefften Segeln bei 5..6 Windstärken. Muss auch gehen.

Das Lebensmittelgeschäft (Titelbild) in Lundeborg ist kein gewöhnliches Geschäft. Die Eigentümer sind die Bürger der Stadt und es wird von Freiwilligen betrieben. Der Fokus sind ökologische Produkte, wie auch Nachhaltigkeit in Bezug auf Einrichtung und alles Andere im Laden. Das Ziel ist ein positives und angenehmes Einkaufserlebnis und ein Gefühl von Integrität und Vertrauen zu schaffen. Dies gelingt zu 100%, wir kamen sofort ins Gespräch.

Im Lebensmittelgeschäft “Kobmanden i Lundeborg”gibt es neben allgemeinen und ökologischen Waren für den täglichen Bedarf auch Kunsthandwerk und Spezialitäten, hergestellet von lokalen Künstlern und Produzenten. Wir haben uns gleich mal leckere Blaubeeren und ein Fläschchen Wein gekauft.

 

Ihr könnt uns verfolgen hier unter folgendem Link  in unserem LiveLogbuch.


 

Wetter: perfekt,

Sonne: pur

Segeln: super bei  5 Windstärken