Tag15: Orth – zurück in die Eiszeit

Ein kleiner Ausflug in die eiszeitliche Geschichte. Wusstet ihr::

Vor 7000 Jahren waren Fehmarn und Lolland nur durch einen schmalen Binnensee getrennt; Langeland konnte trockenen Fußes erreicht werden. Die Eiszeit hatte so viel Wasser gebunden, dass der Meeresspiegel an der 25-Meter-Tiefenlinie 60 Meter unter dem heutigen Niveau lag. 3000 Jahre vor Christus war die Uferlinie in der westlichen Ostsee bereits identisch mit der heutigen Neun-Meter-Tiefenlinie.

Die Region zwischen Fehmarn und Langeland war eine trockene, waldreiche Tieflandschaft. Langeland war zu Fuß erreichbar, und zwischen Fehmarn und Lolland lag lediglich ein Binnensee.

Wir segelten also durch die frühere waldreiche Tieflandebene.

Das Ostseebecken  war ein Süßwassersee. Da gibt’s kein Rügen oder Darss oder Fehmarn.

Bornholm und Gotland sind erkennbar. Die heutige Küstenlinie  hat sich erst herausgebildet  mit den  Anstieg des Meeresspiegels durch schmelzende Eismassen..

Zoomt mal in das  Bild  rein….die graue heutige Küstenlinie ist erkennbar ( leider im Bild schlecht kontrastiert).



Die roten Kringel sind Rügen, Fehmarn, Lolland und Fünen (heute)

Tag14: Orth

Der Ort, der in einer bekannten Fernsehserie Schwanitz heißt. 

Heute Morgen noch Æro/Marstal….7,5 Stunden später Orth auf Fehmarn.

Der Weg hier rüber ist lang. Das Wetter begann stark mit Sonne und gutem Wind und hat dann leider nachgelassen: Wolken und wenig Wind. Da zog sich der Törn etwas in die Länge. Was macht man da so? Hörbuch hören: Bosebox raus und los geht’s oder eine oder zwei Lektionen Dänisch lernen.  Man kann sich noch beschäftigen. 

Mittlerweile keine Anekdote mehr.

Bezahlen am gut besuchten Fischimbiss natürlich nur mit Bargeld. In Faaborg in der Kneipe nebenan wurde jedes Grøn Tuborg sofort mir Karte bezahlt. Den Kaffe auf Lundeborg mit Handy zu Handy Kommuniktion, alles ganz easy. Hier geht das alles nicht. 

Bankautomat gibt’s auch nicht.

Fahrradverleih? Overrated.

In vielen dänischen Häfen stehen Fahrräder zum Teil zur kostenlosen Mitnutzung als Teil der Hafengebühr zur Verfügung. 

Wer in den Hafen einläuft, kümmert sich meist um die Hafengebühr und eine Servicekarte,, die Zugang zu Strom und Sanitäreinrichtungen ermöglicht. Orth ist da sogar mit einem Automaten ganz modern aufgestellt. Blöd, wenn vor einem Wochenende, der Automat nicht mit hinreichend Servicekarten gefüllt ist. Löste sich zwar alles auf…….trotzdem….nach zwei Wochen Dänemark 🇩🇰 kommt man zurück in die Servicewüste Deutschland 🇩🇪 und merkt es einfach sofort.

Diese Erkenntnis stellt sich jedesmal ein, wenn wir von den nordischen Ländern zurückkehren. Das ist also nicht Zufall sondern symptomatisch.

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Tag13: Marstal

Wir verlassen Rudkøbing und segeln nach Marstal….das Tor zur dänischen Südsee….oder der Ausgang… denn morgen geht’s nach Orth (Fehmarn). 

In Marstal haben wir nun schon ein paar Tage verbracht ……was auffällt.

a) hier regnet es jedesmal, wenn wir da sind…..erster Minuspunkt
b) es macht immer Plitsch Platsch an der Boardwand, weil das alte Holzstege sind und das Wasser hier nie zur Ruhe kommt. Mich stört das 😡,  der Janebär überhört das…. mein zweiter Minuspunkt. 😂
c) jetzt wollten wir mal Fahrräder leihen, und das geht nur mit Bargeld…..unerhört in Dänemark, dem digitalen Vorbild…..dritter Minuspunkt.

Aber …Jammern auf hohem Niveau. 🤪😎😆

Dafür überrascht uns heute Marstal mit einem Akkordeon Festival. Ganz Æro scheint auf den Beinen. 

Und dann haben wir noch die Æro Fahne gehisst 😁 bevor wir das Ballast besucht haben.

Screenshot

Tag12: Styrno

Heute Ruhetag, Fähre und Fahrrad.

Eine völlig andere Politik in Dänemark verhindert einen Ausverkauf der kleinen Inseln. Wer hier ein Haus erwirbt muss dort auch ganzjährig wohnen und leben. Dies ist aber natürlich nur möglich wenn auch Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Da dies auf allen kleinen Inseln von Dänemark nicht realisierbar ist gilt immer das Prinzip: Auf der Insel leben, auf dem Festland arbeiten.
Daher ist die regelmäßige Anbindung per Fähre die Grundlage für eine lebendige Insel. So sind z.B. bestimmte Fährzeiten ( morgens oder abends ) per Auto für die Inselbewohner reserviert, Fußgänger und Radfahrer betrifft das natürlich nicht. Und auch der Preis muss sich so natürlich dem Bedarf anpassen und das geht nur per staatlicher Unterstützung.

200 Menschen leben auf Styrno, offensichtlich auch viel junge Familien. Als wir 14:40 auf die Fähre rauf sind, waren da viele Kinder mit ihren Schulranzen. 

Auch schön einfach: man bezahlt auf der Hinfahrt sein Ticket. Da man ja auch wieder runter muss/will von der Insel, gilt das Ticket immer gleich für die Rückfahrt. Mitgedacht! 

Fahrräder stehen am Hafen. Einfach Geld in die Box einwerfen und los. Vertrauenssache.

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