Tag 5: Gigantische Klippen und Me(e)hr

4,7 Mio Iren und 9 Mio Touristen pro Jahr.

Da muss doch was drin sein, 💰 sagten sich die cleveren Iren.

Seit 2007 wird das Nationalheiligtum, die Cliffs of Moher, vermarktet. Allerdings mussten die Bauern, die die Klippen bewirtschaften, dem auch zustimmen und haben einen schmalen Pfad abgegeben.

1 Mio Touristen pilgern auf die 214m hohen Klippen für ein tolles Foto jedes Jahr. 10 davon kommen geschätzt nicht wieder zurück. Gesprungen, verunfallt oder gestoßen, wissen wir nicht 😜. 8€ Eintritt sind die Ausblicke den Touristen wert.

Es grenzte an eine Pilgerwanderung. Wir schätzen, dass zeitgleich ca. 5000 Menschen unterwegs waren. Unser Ding ist das nicht, wer uns kennt. Aber ja beeindruckend sind die Klippen schon. Dennoch, es gibt derart viele Naturschauspiele in Irland 🇮🇪 und viele sind weniger kommerzialisiert und es ist noch mehr Natur drum herum. Unser Geheimtip sind da eher die Slieve Leagues.

Ansonsten ist sicher Galway, als bekannte Universitätsstadt, ein Geheimtip. Unsere kurze Stippvisite zeigte eine brodelnde Stadt. Auf dem Weg zu den Klippen passierten wir eine bizarre Steinlandschaft, genannt The Burren und fanden dort ein 1968 entdecktes und ausgegrabenes Portalgrab inmitten der wilden Karstlandschaft des Burren.

Galway

Poulnabrone Dolmen

Cliffs of Moher

Extra: Schafe

Irland hat 4,7Mio Einwohner und auf jeden Einwohner kommen 1,15 Schafe. Das heißt auf jedes Schaf kommen 0,87 Iren. Die Schafe sind also in der Überzahl. Zum Vergleich in Deutschland teilen sich 28 Einwohner ein Schaf 🐑.

In Irland gibt es blaue, rote, rot-blaue, dreckige, mit Fell und ohne Fell Schafe, manche sind in einen Farbtopf gefallen. Verstehen wir nicht. Vermutlich entstehen so die Pulloverfarben. 🤪

Üblicherweise sind die überall. Man sieht eher Schafe als Menschen. Die weißen Punkte in den Bergen sind weder Felsen, noch Schnee oder Baumwollpflanzen, sondern Schafe. Und obwohl das Land so viel Platz hat, laufen die überall da lang, wo Menschen ihre Straßen und Wege gebaut haben. Wir glauben, die sind hier der Chef, denn so richtig Platz machen die nicht.

Sehr drollig, die kleinen Vierbeiner. Manchmal haben die allerdings Pech, vermutlich nach dem Übersehen der Verkehrsregeln, dann gibt es Irish Stew, ein Nationalgericht der Iren, Gemüse-Kartoffel-Lammeintopf. Sehr lecker.

Heute hatten wir Ring of Kerry Lammkeule. Mann war die lecker.

Tag 4: Tanken in Irland 🇮🇪

Tanken in Irland mal anders.

Am ersten Tag wunderten wir uns noch, was die Tanksäule in der Einkaufsstraße neben dem Blumenladen machte. Ein Überbleibsel aus alten Zeiten? Weit gefehlt. In Roundstone, einem kleinen Atlantikort, mussten wir mal nachfragen in einem kleinen Laden, indem es links MotorÖl, rechts Postkarten und hinten einen Bankschalter gab. Überschrift Post Office. Ja klar die Zapfsäulen funktionieren, was sonst. Also ran an den Tankvorgang. Läuft. Bezahlung? Gegenüber im Laden. Die Daten der Zapfsäule wurden nicht ausgelesen, also schickte mich die Omi hinter der Kasse wieder los. Ich sollte den Eurobetrag selber ablesen. Die Bezahlung ging dann doch glatt mit EC-Karte.

In Leenane, unserem Zielort, hat Tanken offensichtlich eine zweifache Bedeutung, wie man den Bildern entnehmen kann. Neben den 3 Zapfsäulen eine Reihe von Bierfässern. In Hamiltons Bar haben wir dann auch getankt: Hop House Lager, lecker 😋

Ach so, im übrigen haben wir bei schönem Aprilwetter wieder tolle Landschaften zwischen Westport und Galway entdeckt: eine alte Abtei, früher Schloss und Herrenhaus (Kylemore Abbey), ein kleines Castle (Clifden Castle) und einen sehr schönen Strand 🏖. Ein Surftrip hätte noch gut gepasst. 😎

Kylemore Abbey

Roundstone

Gorteen Bay

Tag 3 Natur Pur

35grd in Berlin und 13grd in West-Irland. Kontrastreicher geht es kaum, bezüglich Wetter. Ansonsten schon. Die Atlantikküste hält schon besondere Schauspiele parat.

Ein Berg der direkt ins Meer abfällt (Slieve League Klippen), oder das tosende Meer am Mullaghmore Head und am Downpatrick Head.

Wir mussten aufpassen vom Wind nicht von den Klippen gestoßen zu werden. Ruhig halten der Kamera war unmöglich.

Am entspanntesten wieder die Schafe. Wind? Egal. Autos? Egal. Menschen? Egal.

Ein paar Tipps zum Autofahren.

Die Schilder geben oft eine Erlaubnis (80 oder 100) wieder, die man eher nicht wahrnehmen sollte. Die Straßen sind häufig so eng und kurvig, dass man selten durch brettern kann. Gegenverkehr verursacht Schweißperlen beim Fahrer und Schnappatmung beim Beifahrer. Fußgänger sind auch zweite Wahl. Einschränkungen der Geschwindigkeit in kleineren Orten werden überbewertet. Ein Schild: „Vorsicht Fußgänger“ muss reichen. Noch ist der Volvo heile, mal sehen wie lange noch. Ich bin froh über den Rundum-Alles-Versicherungsschutz.

Slieve League

Mullaghmore Head

Downpatrick Head